Morgen beginnt die Wiesn, also known as Oktoberfest. Natürlich mit Rekordpreisen beim Bier, nur das Spezi ist angeblich noch teurer: guter Plan 🤣. Ich bin noch erkältet, hoffe auf Genesung bei einem Spaziergang in der letzten Sommersonne des Jahres. Andere haben Wichtigeres zu tun, z.B. den Acker im Park grubbern und vorbereiten für die Wintersaat. – Acker im Park?

Unser sog. Landschaftspark West ist ca. 200 ha groß und kein gewöhnlicher Park, eher ein Pattern aus Acker- und Obstbau, Baumschule, Schreber- und Krautgärten, verstreuten, meist informellen Spielflächen, randlichen Sportflächen, Blumenwiesen. einem Netz von Wegen und Pfaden. Wenig typische Parkwiesen, eher eine städtische Kulturlandschaft. Schöne Verschränkung, früher ungewohnt, jetzt ganz auf der Höhe der Zeit. Mehr Infos zum Park auf der ▶ Website der Bürgerinitiative, die sich seit Jahren für seinen Erhalt und die Weiterentwicklung einsetzt.

Begehrlichkeiten für eine (teilweise) Bebauung konnten (vorläufig) gestoppt werden. Im Entwurf zum neuen Stadtentwicklungsplan „▶ STEP 2040“ wird er als größerer Park gekennzeichnet, der zu stärken und noch besser zu vernetzen ist, auch in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Gräfelfing. Insbesondere als Frischluftschneise ist er sehr bedeutsam. Aber spätestens seit der Covid-19-Pandemie haben die Anwohner das Gelände entdeckt als Naherholungsgebiet vor der Haustüre. Und schätzen nun diese besondere Mischung aus landwirtschaftlichen Flächen, klassischer Parknutzung und immer stärker sich entwickelnder Stadtnatur in allerlei Ecken.
Weiter auf bekanntem Weg über den Friedhof zur Würm und durch den Stadtpark nach Pasing. Dort erste Anzeichen von Herbst im Laub der Bäume, Nachglühen. Die Baustelle „unserer“ U-Bahn (U5) nimmt Gestalt an, gleich nebenan hinterm Bauzaun ist Sommerfest in der Kita bzw. Vorglühen für das morgige Pflichtprogramm, in bajuwarischer Dienstkleidung, versteht sich. Das heitert doch auf und hilft der Gesundung.

Das Beste allerdings kommt noch: vor etwas über einem Jahr im Mai habe ich einen ähnlichen Spaziergang gemacht, damals in ▶ KI-Begleitung. Die KI hatte mir in ihrer Routenempfehlung von einem Café vorgeschwärmt, das es nicht gab. Sie hatte es frei erfunden und sich dann rausgeredet. Offensichtlich war sie aber nicht untätig, denn jetzt gibt es dieses Café, ziemlich genau an dem Ort, den die KI beschrieben und den ich vermutet hatte. Wir sollten die KI nicht unterschätzen, sie will nicht kleinbeigeben! Leider hat es nur vormittags geöffnet und ist so etwas wie ein Popup-Baustellen-Café. Irgendwann werde ich das „winzige, aber gemütliche Café“, wie die KI es nannte, ausprobieren. Und nachschauen, ob dort ein Droid Barista ist. Wie hieß diese Bar in „Star Wars“? Richtig: Mos Eisley Cantina – dank sei der geschätzten Komoot-Community. Kann gut sein, dass in 10 Jahren U-Bahn-Baubetrieb zzgl. anschließender Baustelle für das geplante Hochhaus am Knie, sich das Café zu einem ähnlich kunterbunten Kulttreff entwickelt, wie die berühmt-berüchtigte Bar auf dem Wüstenplaneten Tatooine.
